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Spotlight-Serie mit Nike: Aktivist und Redner Ben Hurst

Dieser Beitrag wird präsentiert von Nike. Jetzt shoppen.

It's game time.

Wir haben uns mit unseren guten Freunden von Nike zusammengeschlossen, um jene unbekannten Helden ins Rampenlicht zu rücken, die echten Wandel in der Welt bewirken. Wir haben uns mit Ben Hurst getroffen, der begeistert als Aktivist und Aufklärer gegen toxische Männlichkeit auftritt – zum Beispiel in Schulen und Arbeitsstätten, um über die Initiative „The Good Lad“ Veränderungen herbeizuführen, oder bei seinem TEDx Talk.

Heute spricht er darüber, was es heißt, bedeutungsvolle Gespräche anzuregen, das Patriarchat (und seine Fehler) zu verstehen und fast aus Versehen zum Aktivisten zu werden.

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Erzähle uns bitte etwas darüber, was du tust und wie alles angefangen hat.

Ich bin der Leiter für Moderation und Schulung bei der Good Lad Initiative, allerdings habe ich mir diese Berufsbezeichnung selbst ausgedacht (meine Rolle sollte ursprünglich „Hauptmoderator“ heißen, aber wer will schon so genannt werden!). Ich bin damit betraut, Workshops an Schulen, Universitäten und in Unternehmen durchzuführen, in denen mit Männern und Jungen über Männlichkeit und Geschlechtergleichstellung gesprochen wird.

Ich trete dabei als Moderator, Redner, oft als Gastgeber und Diskussionsteilnehmer, Mentor und Manager und in noch vielen weiteren Rollen auf. Ich bin eigentlich komplett zufällig hier gelandet, denn ursprünglich hatte ich einen Abschluss in angewandter Theologie und Jugendarbeit angestrebt. Aber ich wurde von der Bibelschule verwiesen, weil ich Sex hatte, und war danach ein paar Jahre im Bildungssystem tätig.

Auf welche deiner Leistungen bist du besonders stolz?

Ich habe in diesem Jahr viele Meilensteine ​​in Bezug auf meine Karriere erreicht, aber besonders stolz bin ich auf meinen TEDx Talk, denn das stand schon immer auf meiner Wunschliste! Es war eine coole Erfahrung, die noch dazu bewirkt hat, dass Tausende von Menschen diese unserer Meinung nach sehr wichtige Botschaft gehört haben. Außerdem würde ich sagen, dass ich sehr stolz darauf bin, seit letztem Jahr zur Therapie zu gehen, denn Hilfe aufzusuchen und über die eigenen Gefühle zu sprechen, wird besonders für Männer bis heute stigmatisiert.

Wer inspiriert dich?

Ehrlich gesagt kommt meine Inspiration von Menschen, die ich im wirklichen Leben kenne. Zum einen von meinen Eltern, meinem ehemaligen Chef, meinen Freunden, meinen Schwestern, Tanten, Onkeln, Cousins ​​– und die Liste ist noch lang! Ich schaue mir die Menschen in meiner Umgebung an und sie geben mir die Kraft zu glauben, dass ich einen echten Einfluss auf die Welt ausüben kann. Außerdem inspirieren mich all jene großartigen Aktivisten und Autoren, deren Vermächtnis einen sozialen Wandel bewirkt hat ​​– wie zum Beispiel MLK und Malcolm X, bell hooks und Angela Davis.

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Was motiviert dich, immer wieder Neues zu versuchen und Konventionen in Frage zu stellen?

Mir wird schnell langweilig, also hasse ich es genauso, andere zu langweilen. Daher bemühe ich mich, immer neue Wege zu finden, um die gleichen Ideen auszudrücken und die Menschen in die Diskussionen einzubeziehen, die ich tagtäglich führe. Aber es bedeutet auch, dass ich super kreativ sein darf und viel Zeit damit verbringe, Dinge neu zu erfinden, auch wenn es immer schon einen Weg gibt, um ans Ziel zu kommen.

Was würdest du jemandem sagen, der versuchen möchte, die Welt zu verändern, aber nicht weiß, wo er oder sie anfangen soll?

Fangt dort an, wo ein Bedarf besteht. Greift dort ein, wo eure Hilfe nützlich ist – der Rest ergibt sich von selbst. Natürlich ist es nochmal eine ganz andere Sache, wenn ihr die Welt verändern und dabei gesehen werden möchtet. Ich habe ein paar Jahre lang einfach nur vor mich hin gearbeitet und meine Fähigkeiten verbessert, bevor mir jemand wirklich Aufmerksamkeit schenkte, aber diese Jahre zählen in Bezug auf die von mir geleistete Arbeit zu den wirkungsvollsten.

Warum ist es für dich so wichtig, über Themen wie toxische Männlichkeit zu sprechen und Männer für die Geschlechtergleichstellung zu interessieren?

Für mich ist diese Arbeit deshalb so wichtig, weil die Gleichstellung der Geschlechter kein Frauenthema ist – das Patriarchat (ein System, bei dem die Männlichkeit und Maskulinität Vorrang vor Weiblichkeit und Femininität haben, und das als Maßstab und Erwartungshaltung für Männer fungiert, an der sie sich gegenseitig messen und auch selbst gemessen werden) ist für Frauen und nichtbinäre Menschen überproportional negativ. Jedoch habe ich durch meine jahrelange Arbeit gelernt, dass es für Männer im Grunde auch nicht so toll ist. Es manifestiert sich in einem Mangel an emotionaler Kompetenz, in physischer, emotionaler und sexueller Gewalt, in Risikobereitschaft, in einem schlechten Körperbild, in einer schlechten psychischen Gesundheit aufgrund von Stress und teilweise in einem Mangel an Selbstverwirklichung, in Homophobie und Transphobie, sowie in einer Vielzahl von anderen Aspekten. Männer sind gefangen von – und leiden unter – einem System, das ihnen ursprünglich einen Vorteil verschaffen sollte.

Was ist das Schwierigste daran, in Schulen, Hochschulen und Universitäten zu gehen und mit Jungen und Männern über diese Themen zu sprechen?

Ich würde sagen, der schwierigste Teil sind die ersten 20 Minuten eines jeden Gesprächs. Jemanden davon zu überzeugen, dass man auf seiner Seite steht, dass man da ist, um zuzuhören, und nicht, um ihm zu sagen, dass er falsch liegt, und ihn davon zu überzeugen, dass man selbst nur ein ganz normaler Typ und kein Lehrer und keine Autoritätsperson ist, ist eine große Herausforderung. Aber wenn man das gut meistert, sind die Gespräche echt cool!

Die Männer wollen unbedingt ihren Blick auf die Dinge zum Ausdruck bringen, und die meisten möchten die Welt keinesfalls negativ beeinflussen. Ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Sicht der Dinge zu äußern, und gemeinsam zu erkunden, was man besser machen kann, ist es auf jeden Fall wert, sich vorher 10 Minuten lang über die Lieblingsmannschaften oder Lieblingsbands auszutauschen oder sich anzuhören, wer in einer idealen Welt gern welche Superkraft hätte.

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Was ist das Beste und das Schlimmste daran, ein Aktivist zu sein?

Das Beste daran, Aktivist zu sein, ist die Möglichkeit, sich selbst und die Welt, in der man lebt, mit nackten Augen zu betrachten. Es ist schön, den Menschen jene Orientierungshilfe bieten zu können, die ich mir für mich gewünscht hätte, als ich jung war.

Die Arbeit mit Menschen ist anstrengend, aber für mich persönlich ist es die lohnendste und motivierendste Art von Arbeit. Das Schlimmste dabei sind das frühe Aufstehen und die langen Arbeitstage! Ich bin kein Morgenmensch, also bin ich nicht so begeistert, wenn ich fünf Uhr morgens aufstehen muss, um mit dem Zug durchs halbe Land zu fahren. Meine Arbeit kann sehr emotional und sehr aufreibend sein, aber ich lerne gerade, die Dinge in die richtige Perspektive zu rücken und auch auf mich selbst zu achten.

Seht euch Bens TEDx Talk an und werft einen Blick auf seine Instagram-Seite, um zu erfahren, womit er aktuell beschäftigt ist.

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